Der Geigenbauer, Sung-Chul Kim

Wie bist du Geigenbauer geworden?

Ich bin 1995 nach Deutschland gekommen. Dann habe ich eigentlich Oboe studiert. Ich hatte dann aber irgendwann die Musikerkrankheit bekommen. Meine Motorik und Koordination haben nicht mehr funktioniert. Dann habe ich einen anderen Weg gesucht. Ich wollte aber bei der Musik bleiben. Oboenbauer war aber nichts für mich. Streichinstrumentenbau ist viel attraktiver. Hier wird alles mit der Hand hergestellt.

Wie hat sich dein Beruf über die Jahre verändert?

Über die Jahre hat sich mein Beruf stark verändert, vor allem durch die zunehmende Zahl an Fälschungen. Früher gab es weniger Fälschungen. Heutzutage gibt es viele Kopien und Fälschungen, die den Markt überschwemmen. Man muss da aufpassen. Aber jeder möchte das Instrument teuer verkaufen. Das gibt es überall. Ich hatte auch schon sehr oft Musiker hier, die den Wert ihrer Geigen schätzen möchten. Dann muss ich ihnen manchmal sagen, dass das nicht passt, der Wert und der Zustand der Geige. In Deutschland ist das noch sehr korrekt. Aber in Korea ist das schlimmer. Da gibt es weniger Wissen über die Geigen.

Der Geigenbau ist ein traditionsreiches Handwerk, das eng mit dem Zupfinstrumentenbau verwandt ist. Ursprünglich in den Werkstätten der Lautenbauer entstanden, wurden Streichinstrumente wie die Violine erstmals in den 1520er Jahren urkundlich erwähnt. Diese Instrumente, die heute noch auf alten Gemälden zu sehen sind, wurden in Städten wie Brescia, Venedig, Antwerpen und Brüssel gebaut. Der Beruf des Geigenbauers umfasst die Pflege, Wartung, Reparatur und Herstellung von Streichinstrumenten wie Violine, Bratsche und Kontrabass. Während Streichbögen meist von Bogenmachern hergestellt werden, liegt ihre Instandsetzung oft in den Händen des Geigenbauers. Berühmte Instrumente, wie die von Antonio Stradivari, können heute zweistellige Millionensummen erreichen. 

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Geigenbau weltweit zunehmend polarisiert. Es gibt eine wachsende Anzahl von Geigenbauern, die Instrumente im niedrigen Preissegment herstellen, gleichzeitig sind nur wenige im hochpreisigen Bereich tätig. Geigen sind mittlerweile für etwa 100 Euro erhältlich. Auch wenn diese Instrumente oft nicht die höchste Qualität bieten, erfüllen sie ihren Zweck und repräsentieren das untere Ende des Marktes.

Sung-Chul Kim eröffnete 2008 in Düsseldorf seine eigene Geigenbauwerkstatt. Neben dem Bau neuer Geigen und der Durchführung von Reparaturen bietet er auch präzise Klangeinstellungen für Musiker aus dem gesamten Ruhrgebiet an. Durch kontinuierliche Erfahrung und Expertise hat er sich einen hervorragenden Ruf erarbeitet und ist mittlerweile ein gefragter Geigenbauer, insbesondere für professionelle Vollzeit-Musiker.

Wie siehst du die Zukunft des Geigenbauhandwerks?

50 % meiner Arbeit ist Reparatur und 50 % ist Neubau. Aber ich habe immer Interesse daran, neue Geigen zu machen. Das macht mehr Spaß. Viele andere Geigenbauer machen nur noch Reparaturen. Das ist natürlich einfacher. Die ersten Jahre war es schwer mit Aufträgen. Aber so nach 5 Jahren ist es immer besser geworden. Mittlerweile habe ich auch Musiker, die Stammkunden bei mir sind und immer wieder kommen. Hier im Ruhrgebiet spielen viele Musiker auf meinen Instrumenten. Das ist natürlich automatisch Werbung für mich. Es gibt natürlich auch große Geigenbaufabriken, die alles mit Maschinen machen. Mit denen muss ich aber zum Glück nicht konkurrieren. Die Preisklasse ist anders. Ich baue eigentlich nur für Berufsmusiker.

Der Geigenbauer, Sung-Chul Kim

Wie bist du Geigenbauer geworden?

Ich bin 1995 nach Deutschland gekommen. Dann habe ich eigentlich Oboe studiert. Ich hatte dann aber irgendwann die Musikerkrankheit bekommen. Meine Motorik und Koordination haben nicht mehr funktioniert. Dann habe ich einen anderen Weg gesucht. Ich wollte aber bei der Musik bleiben. Oboenbauer war aber nichts für mich. Streichinstrumentenbau ist viel attraktiver. Hier wird alles mit der Hand hergestellt.

Wie hat sich dein Beruf über die Jahre verändert?

Über die Jahre hat sich mein Beruf stark verändert, vor allem durch die zunehmende Zahl an Fälschungen. Früher gab es weniger Fälschungen. Heutzutage gibt es viele Kopien und Fälschungen, die den Markt überschwemmen. Man muss da aufpassen. Aber jeder möchte das Instrument teuer verkaufen. Das gibt es überall. Ich hatte auch schon sehr oft Musiker hier, die den Wert ihrer Geigen schätzen möchten. Dann muss ich ihnen manchmal sagen, dass das nicht passt, der Wert und der Zustand der Geige. In Deutschland ist das noch sehr korrekt. Aber in Korea ist das schlimmer. Da gibt es weniger Wissen über die Geigen.

Der Geigenbau ist ein traditionsreiches Handwerk, das eng mit dem Zupfinstrumentenbau verwandt ist. Ursprünglich in den Werkstätten der Lautenbauer entstanden, wurden Streichinstrumente wie die Violine erstmals in den 1520er Jahren urkundlich erwähnt. Diese Instrumente, die heute noch auf alten Gemälden zu sehen sind, wurden in Städten wie Brescia, Venedig, Antwerpen und Brüssel gebaut. Der Beruf des Geigenbauers umfasst die Pflege, Wartung, Reparatur und Herstellung von Streichinstrumenten wie Violine, Bratsche und Kontrabass. Während Streichbögen meist von Bogenmachern hergestellt werden, liegt ihre Instandsetzung oft in den Händen des Geigenbauers. Berühmte Instrumente, wie die von Antonio Stradivari, können heute zweistellige Millionensummen erreichen. 

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Geigenbau weltweit zunehmend polarisiert. Es gibt eine wachsende Anzahl von Geigenbauern, die Instrumente im niedrigen Preissegment herstellen, gleichzeitig sind nur wenige im hochpreisigen Bereich tätig. Geigen sind mittlerweile für etwa 100 Euro erhältlich. Auch wenn diese Instrumente oft nicht die höchste Qualität bieten, erfüllen sie ihren Zweck und repräsentieren das untere Ende des Marktes.

Sung-Chul Kim eröffnete 2008 in Düsseldorf seine eigene Geigenbauwerkstatt. Neben dem Bau neuer Geigen und der Durchführung von Reparaturen bietet er auch präzise Klangeinstellungen für Musiker aus dem gesamten Ruhrgebiet an. Durch kontinuierliche Erfahrung und Expertise hat er sich einen hervorragenden Ruf erarbeitet und ist mittlerweile ein gefragter Geigenbauer, insbesondere für professionelle Vollzeit-Musiker.

Wie siehst du die Zukunft des Geigenbauhandwerks?

50 % meiner Arbeit ist Reparatur und 50 % ist Neubau. Aber ich habe immer Interesse daran, neue Geigen zu machen. Das macht mehr Spaß. Viele andere Geigenbauer machen nur noch Reparaturen. Das ist natürlich einfacher. Die ersten Jahre war es schwer mit Aufträgen. Aber so nach 5 Jahren ist es immer besser geworden. Mittlerweile habe ich auch Musiker, die Stammkunden bei mir sind und immer wieder kommen. Hier im Ruhrgebiet spielen viele Musiker auf meinen Instrumenten. Das ist natürlich automatisch Werbung für mich. Es gibt natürlich auch große Geigenbaufabriken, die alles mit Maschinen machen. Mit denen muss ich aber zum Glück nicht konkurrieren. Die Preisklasse ist anders. Ich baue eigentlich nur für Berufsmusiker.