Der Bierbrauer, David Hertl

Wie bist du Bierbrauer geworden?

Ich habe nach dem Hauptschulabschluss begonnen, Bier zu brauen, zunächst als Hobby in der Küche meiner Mutter. Als sich im Dorf herumsprach, dass mein Bier gut schmeckt, begann ich, mehr zu brauen. Irgendwann wurde die Küche zu klein, da man pro Brauvorgang nur maximal 20 Liter herstellen kann. Während wir gebraut haben, haben wir schon mehr gesoffen. Das war verrückt. Schließlich haben wir die Scheune umgebaut, und meine Familie hat mich dabei unterstützt. So hat sich alles entwickelt, und ich habe die Brauerei gegründet. Ich war auch schon in den USA und habe als Braumeister gearbeitet. Die wollten mich dort direkt behalten, aber die USA war nichts für mich. Auch das Bier dort ist eher wie Wasser – dieses Light Bier entspricht nicht meinem Geschmack.

Wie hat sich dein Beruf über die Jahre verändert?

In den letzten 19 Jahren hat sich viel verändert: Der Biermarkt ist schwieriger geworden durch Krisen wie Corona und steigende Strompreise. Unser Geschäft ist jedoch durch den Onlineshop und die Unterstützung von Events wie „Das perfekte Dinner“ gewachsen. Das war ein Durchbruch für uns, und die Bestellungen gingen durch die Decke. Wir liefern mittlerweile sogar regelmäßig nach Japan.

In Deutschland sinkt der Bierabsatz kontinuierlich. Im Jahr 2023 fiel der Rückgang um 4,5 Prozent, was 394,2 Millionen Litern entspricht. Diese Zahlen sind 11,5 Prozent niedriger als 2013 und etwa ein Viertel unter dem Niveau von 1993. Der Deutsche Brauer-Bund beschreibt das Jahr als „rabenschwarz“ für die Branche, geprägt von „Anstrengung und Unsicherheit“. In Franken ist die Situation jedoch etwas anders. Die Region ist bekannt für die höchste Brauereidichte in Deutschland, mit rund 300 von insgesamt etwa 1.500 Brauereien des Landes. 

Die 2013 von David Hertl gegründete Biermanufaktur Hertl sticht besonders hervor. Mit 30 Angestellten und einem traditionellen Kühlschiff aus Kupfer, in das 5.000 Liter heiße Bierwürze zum schnellen Abkühlen gegeben werden, hebt sich die Brauerei ab. Dieser als „Ausschlagen“ bekannte Prozess ist in Deutschland nur noch selten anzutreffen – es gibt noch etwa ein Dutzend Kühlschiffe, acht davon in Franken.

Biere, die auf dem Kühlschiff abkühlen, sollen einen milderen Geschmack haben. Die hohe Verdampfung (8–10%) entfernt effektiv unerwünschte flüchtige Aromastoffe. Während moderne industrielle Brauereien auf komplexe Kochsysteme wie Dünnfilmkochung oder Strippen setzen, setzen Haus- und Familienbrauereien wie die von Hertl weiterhin auf diese traditionelle Methode.

Wie siehst du die Zukunft des Bierbrauerhandwerks?

Ich glaube, dass kleinere Betriebe wichtig bleiben, solange sie ihre Einzigartigkeit bewahren und nicht zu groß werden. Der Markt für handwerklich gebrautes Bier wächst, weil Verbraucher Qualität und Vielfalt schätzen. Große Brauereien haben derzeit Schwierigkeiten, und die Deutschen trinken insgesamt weniger Bier. Für uns ist das jedoch irrelevant, da wir unsere Nische gefunden haben und durch qualitativ hochwertige Produkte erfolgreich sind.

Der Bierbrauer, David Hertl

Wie bist du Bierbrauer geworden?

Ich habe nach dem Hauptschulabschluss begonnen, Bier zu brauen, zunächst als Hobby in der Küche meiner Mutter. Als sich im Dorf herumsprach, dass mein Bier gut schmeckt, begann ich, mehr zu brauen. Irgendwann wurde die Küche zu klein, da man pro Brauvorgang nur maximal 20 Liter herstellen kann. Während wir gebraut haben, haben wir schon mehr gesoffen. Das war verrückt. Schließlich haben wir die Scheune umgebaut, und meine Familie hat mich dabei unterstützt. So hat sich alles entwickelt, und ich habe die Brauerei gegründet. Ich war auch schon in den USA und habe als Braumeister gearbeitet. Die wollten mich dort direkt behalten, aber die USA war nichts für mich. Auch das Bier dort ist eher wie Wasser – dieses Light Bier entspricht nicht meinem Geschmack.

Wie hat sich dein Beruf über die Jahre verändert?

In den letzten 19 Jahren hat sich viel verändert: Der Biermarkt ist schwieriger geworden durch Krisen wie Corona und steigende Strompreise. Unser Geschäft ist jedoch durch den Onlineshop und die Unterstützung von Events wie „Das perfekte Dinner“ gewachsen. Das war ein Durchbruch für uns, und die Bestellungen gingen durch die Decke. Wir liefern mittlerweile sogar regelmäßig nach Japan.

In Deutschland sinkt der Bierabsatz kontinuierlich. Im Jahr 2023 fiel der Rückgang um 4,5 Prozent, was 394,2 Millionen Litern entspricht. Diese Zahlen sind 11,5 Prozent niedriger als 2013 und etwa ein Viertel unter dem Niveau von 1993. Der Deutsche Brauer-Bund beschreibt das Jahr als „rabenschwarz“ für die Branche, geprägt von „Anstrengung und Unsicherheit“. In Franken ist die Situation jedoch etwas anders. Die Region ist bekannt für die höchste Brauereidichte in Deutschland, mit rund 300 von insgesamt etwa 1.500 Brauereien des Landes. 

Die 2013 von David Hertl gegründete Biermanufaktur Hertl sticht besonders hervor. Mit 30 Angestellten und einem traditionellen Kühlschiff aus Kupfer, in das 5.000 Liter heiße Bierwürze zum schnellen Abkühlen gegeben werden, hebt sich die Brauerei ab. Dieser als „Ausschlagen“ bekannte Prozess ist in Deutschland nur noch selten anzutreffen – es gibt noch etwa ein Dutzend Kühlschiffe, acht davon in Franken.

Biere, die auf dem Kühlschiff abkühlen, sollen einen milderen Geschmack haben. Die hohe Verdampfung (8–10%) entfernt effektiv unerwünschte flüchtige Aromastoffe. Während moderne industrielle Brauereien auf komplexe Kochsysteme wie Dünnfilmkochung oder Strippen setzen, setzen Haus- und Familienbrauereien wie die von Hertl weiterhin auf diese traditionelle Methode.

Wie siehst du die Zukunft des Bierbrauerhandwerks?

Ich glaube, dass kleinere Betriebe wichtig bleiben, solange sie ihre Einzigartigkeit bewahren und nicht zu groß werden. Der Markt für handwerklich gebrautes Bier wächst, weil Verbraucher Qualität und Vielfalt schätzen. Große Brauereien haben derzeit Schwierigkeiten, und die Deutschen trinken insgesamt weniger Bier. Für uns ist das jedoch irrelevant, da wir unsere Nische gefunden haben und durch qualitativ hochwertige Produkte erfolgreich sind.