Der Glasbläser, Jörg Hanowski

Wie bist du Glasbläser geworden?

Eigentlich war ich schon seit meiner Jugend fasziniert von der Kunst des Glases. Der Funke sprang über, als ich als Teenager ein Glasstudio besuchte und sah, wie aus flüssigem Glas Kunstwerke entstanden. Ich glaube, diese Erfahrung ließ mich nicht mehr los.  

Irgendwann habe ich dann eine Ausbildung zum Glasapparatebläser in Essen gemacht. Es war vor allem die Vielfalt der Möglichkeiten, die mich faszinierte. Man kann so viel mit Glas machen.

Wie hat sich dein Beruf über die Jahre verändert?

Bis 2003 hatte ich regelmäßig Aufträge von großen Firmen wie Galeria Kaufhof. Neon Reklamen waren mal der heiße Scheiß.

Ich hatte Kunden aus jedem Bereich des Einzelhandels. In ganz Europa. Das hat sich alles verändert. Mittlerweile sieht man überall nur noch LED. Heutzutage kann man lange suchen, um echte Leuchtröhren im öffentlichen Raum zu finden. Das Licht noch Leuchtröhren ist aber immer noch einzigartig. Nichts Leuchtet besser als Neon.

Das Glasbläserhandwerk ist seit jeher stark mit technischen Innovationen verbunden. Bereits vor 9000 Jahren wurden die ersten Glasstücke hergestellt, doch erst die Erfindung der Glasmacherpfeife um 100 v. Chr. ermöglichte die Herstellung von Gefäßen. 1903 brachte die Automatisierung des Flaschenblasens einen bedeutenden Umbruch, der viele GlasbläserInnen zwang, sich neu zu orientieren. 

Neben der Produktion hochwertiger Gefäße, insbesondere für Laborzwecke, gewann die Fertigung von Neonleuchtreklamen an Bedeutung. Dabei werden evakuierte Glasröhren mit Edelgasen wie Neon, Argon oder Helium gefüllt, die unter Spannung in verschiedenen Farben leuchten. Mit der Einführung der Leuchtdiode (LED) änderte sich das Geschäft erheblich. Obwohl LEDs seit 1962 existieren, wurden sie erst in den 2000er Jahren wegen ihres geringeren Stromverbrauchs populär. Diese Entwicklung führte zu einem Rückgang der Nachfrage nach Neonleuchtreklamen.

Jörg Hanowski begann seine Karriere mit einer Ausbildung als Glasapparatebläser an der Universität Essen und erwarb 1994 den Meistertitel im Glasapparatebau. In über 35 Jahren sammelte er umfassende Erfahrungen in der Herstellung von Glasapparaten und Neonreklamen. Mit dem Aufstieg der LED-Technologie mussten sich viele GlasbläserInnen umorientieren. Während viele seiner KollegenInnen in andere Bereiche wechselten, entschied sich Hanowski, als freier Künstler weiterzuarbeiten und Neonobjekte für Privatpersonen zu schaffen.

Wie siehst du die Zukunft der Glasbläserhandwerks?

Ich glaube in einigen Bereichen kann man immer noch recht gut Geld verdienen. Zum Beispiel die Herstellung von Laborglas ist immer noch sehr gefragt. Ich habe das auch eine Zeit lang gemacht. Mir wurde das aber auf Dauer zu langweilig. Der Beruf des Glasbläsers wird es aber weiterhin geben. Wahrscheinlich wird mit der Zeit aber das Wissen zur Herstellung von Neon-Leuchten langsam verloren gehen.

Der Glasbläser, Jörg Hanowski

Wie bist du Glasbläser geworden?

Eigentlich war ich schon seit meiner Jugend fasziniert von der Kunst des Glases. Der Funke sprang über, als ich als Teenager ein Glasstudio besuchte und sah, wie aus flüssigem Glas Kunstwerke entstanden. Ich glaube, diese Erfahrung ließ mich nicht mehr los.  

Irgendwann habe ich dann eine Ausbildung zum Glasapparatebläser in Essen gemacht. Es war vor allem die Vielfalt der Möglichkeiten, die mich faszinierte. Man kann so viel mit Glas machen.

Wie hat sich dein Beruf über die Jahre verändert?

Bis 2003 hatte ich regelmäßig Aufträge von großen Firmen wie Galeria Kaufhof. Neon Reklamen waren mal der heiße Scheiß.

Ich hatte Kunden aus jedem Bereich des Einzelhandels. In ganz Europa. Das hat sich alles verändert. Mittlerweile sieht man überall nur noch LED. Heutzutage kann man lange suchen, um echte Leuchtröhren im öffentlichen Raum zu finden. Das Licht noch Leuchtröhren ist aber immer noch einzigartig. Nichts Leuchtet besser als Neon.

Das Glasbläserhandwerk ist seit jeher stark mit technischen Innovationen verbunden. Bereits vor 9000 Jahren wurden die ersten Glasstücke hergestellt, doch erst die Erfindung der Glasmacherpfeife um 100 v. Chr. ermöglichte die Herstellung von Gefäßen. 1903 brachte die Automatisierung des Flaschenblasens einen bedeutenden Umbruch, der viele GlasbläserInnen zwang, sich neu zu orientieren. 

Neben der Produktion hochwertiger Gefäße, insbesondere für Laborzwecke, gewann die Fertigung von Neonleuchtreklamen an Bedeutung. Dabei werden evakuierte Glasröhren mit Edelgasen wie Neon, Argon oder Helium gefüllt, die unter Spannung in verschiedenen Farben leuchten. Mit der Einführung der Leuchtdiode (LED) änderte sich das Geschäft erheblich. Obwohl LEDs seit 1962 existieren, wurden sie erst in den 2000er Jahren wegen ihres geringeren Stromverbrauchs populär. Diese Entwicklung führte zu einem Rückgang der Nachfrage nach Neonleuchtreklamen.

Jörg Hanowski begann seine Karriere mit einer Ausbildung als Glasapparatebläser an der Universität Essen und erwarb 1994 den Meistertitel im Glasapparatebau. In über 35 Jahren sammelte er umfassende Erfahrungen in der Herstellung von Glasapparaten und Neonreklamen. Mit dem Aufstieg der LED-Technologie mussten sich viele GlasbläserInnen umorientieren. Während viele seiner KollegenInnen in andere Bereiche wechselten, entschied sich Hanowski, als freier Künstler weiterzuarbeiten und Neonobjekte für Privatpersonen zu schaffen.

Wie siehst du die Zukunft der Glasbläserhandwerks?

Ich glaube in einigen Bereichen kann man immer noch recht gut Geld verdienen. Zum Beispiel die Herstellung von Laborglas ist immer noch sehr gefragt. Ich habe das auch eine Zeit lang gemacht. Mir wurde das aber auf Dauer zu langweilig. Der Beruf des Glasbläsers wird es aber weiterhin geben. Wahrscheinlich wird mit der Zeit aber das Wissen zur Herstellung von Neon-Leuchten langsam verloren gehen.