Die Käsemacherin, Maria Valentina Fischer

Wie bist du Käsemacherin geworden?

Es war klar, dass ich irgendwas Handwerkliches machen wollte. Zuerst wusste ich nicht genau, was, aber ich schaute mir die Landwirtschaft an. Die alten Obst- und Gemüsesorten waren spannend, aber auch die Ziegen und die Käseherstellung interessierten mich. Ich fragte immer wieder, wie man Käse macht, bekam aber nie eine richtige Antwort. Schließlich besuchte ich einen Hof in der Steiermark, wo ich das Käsemachen lernte und merkte, dass mir das noch besser gefiel. 

Wie hat sich dein Beruf über die Jahre verändert?

Viele Junge Menschen romantisieren den Beruf zu sehr. Der Beruf ist körperlich sehr anstrengend und wird dann oft nur von der romantischen Seite mit der Arbeit auf der Alm gezeigt. Tatsächlich ist der Beruf weit mehr als die schöne Aussicht im Sommer. Zudem gibt es immer weniger Menschen, die sich für eine Käserei interessieren, und viele Stellen bleiben unbesetzt. Auch hier in der Gemeinschaft Sonnenwald ist es eine schwer einen passenden Nachfolger zu finden, da viele Bewerber die Arbeit nicht realistisch einschätzen können. Ich muss jeden Tag im Keller den Käse drehen. Da kann ich nicht mal krank werden.

Milch und Käse gehören seit Jahrtausenden zu den wertvollsten Lebensmitteln der Menschheit. Bereits in der Steinzeit wurde, wenn auch zufällig, Sauermilchkäse hergestellt. Heute unterscheidet man zwischen Süßgerinnung und Säuregerinnung. Bei der Süßgerinnung, auch Labgerinnung genannt, entstehen Käsesorten wie Gouda, Bergkäse oder Tilsiter, während bei der Säuregerinnung Frischkäse, Weichkäse und Quark hergestellt werden.

Ein wichtiger Unterschied besteht zudem zwischen pasteurisierter Milch und Rohmilch. Rohmilch wird nicht erhitzt, wodurch ihre natürlichen Mikroorganismen erhalten bleiben und sich vermehren können. Diese Bakterienflora verleiht Rohmilchkäse seinen charakteristischen Geschmack. Allerdings erfordert die Herstellung von Rohmilchkäse strenge Hygienevorschriften.

Die Gemeinschaft Sonnenwald, bestehend aus etwa 60 Erwachsenen und 17 Kindern, lebt seit 2019 gemeinsam im Schwarzwald. In Schernbach betreiben sie eine biozertifizierte Landwirtschaft. Ihre Käserei verwendet ausschließlich Rohmilch vom eigenen Hof, wodurch die Produktionsmenge täglich je nach Milchaufkommen variieren kann. Maria Valentina Fischer ist seit drei Jahren Mitglied der Gemeinschaft Sonnenwald und seit einem Jahr alleine für die Käserei verantwortlich.

Wie siehst du die Zukunft des Käsemacherhandwerks?

Die Tendenz geht zunehmend in Richtung pasteurisierter Milch. Ich bevorzuge jedoch Rohmilchkäse, da der geschmacklich oft besser ist, obwohl das natürlich Geschmackssache ist. Der Trend entwickelt sich dahin, dass man den Geschmack der Milch exakt kontrollieren möchte. Früher ließ man die Milch einfach stehen, und dann war da halt was drinnen. Aber so konnte sich der Käse selbst entwickeln. Das Ergebnis konnte jedes Mal variieren, und die Leute waren daran gewöhnt, dass der Geschmack unterschiedlich sein konnte.

Die Käsemacherin, Maria V. Fischer

Wie bist du Käsemacherin geworden?

Es war klar, dass ich irgendwas Handwerkliches machen wollte. Zuerst wusste ich nicht genau, was, aber ich schaute mir die Landwirtschaft an. Die alten Obst- und Gemüsesorten waren spannend, aber auch die Ziegen und die Käseherstellung interessierten mich. Ich fragte immer wieder, wie man Käse macht, bekam aber nie eine richtige Antwort. Schließlich besuchte ich einen Hof in der Steiermark, wo ich das Käsemachen lernte und merkte, dass mir das noch besser gefiel. 

Wie hat sich dein Beruf über die Jahre verändert?

Viele Junge Menschen romantisieren den Beruf zu sehr. Der Beruf ist körperlich sehr anstrengend und wird dann oft nur von der romantischen Seite mit der Arbeit auf der Alm gezeigt. Tatsächlich ist der Beruf weit mehr als die schöne Aussicht im Sommer. Zudem gibt es immer weniger Menschen, die sich für eine Käserei interessieren, und viele Stellen bleiben unbesetzt. Auch hier in der Gemeinschaft Sonnenwald ist es eine schwer einen passenden Nachfolger zu finden, da viele Bewerber die Arbeit nicht realistisch einschätzen können. Ich muss jeden Tag im Keller den Käse drehen. Da kann ich nicht mal krank werden.

Milch und Käse gehören seit Jahrtausenden zu den wertvollsten Lebensmitteln der Menschheit. Bereits in der Steinzeit wurde, wenn auch zufällig, Sauermilchkäse hergestellt. Heute unterscheidet man zwischen Süßgerinnung und Säuregerinnung. Bei der Süßgerinnung, auch Labgerinnung genannt, entstehen Käsesorten wie Gouda, Bergkäse oder Tilsiter, während bei der Säuregerinnung Frischkäse, Weichkäse und Quark hergestellt werden.

Ein wichtiger Unterschied besteht zudem zwischen pasteurisierter Milch und Rohmilch. Rohmilch wird nicht erhitzt, wodurch ihre natürlichen Mikroorganismen erhalten bleiben und sich vermehren können. Diese Bakterienflora verleiht Rohmilchkäse seinen charakteristischen Geschmack. Allerdings erfordert die Herstellung von Rohmilchkäse strenge Hygienevorschriften.

Die Gemeinschaft Sonnenwald, bestehend aus etwa 60 Erwachsenen und 17 Kindern, lebt seit 2019 gemeinsam im Schwarzwald. In Schernbach betreiben sie eine biozertifizierte Landwirtschaft. Ihre Käserei verwendet ausschließlich Rohmilch vom eigenen Hof, wodurch die Produktionsmenge täglich je nach Milchaufkommen variieren kann. Maria Valentina Fischer ist seit drei Jahren Mitglied der Gemeinschaft Sonnenwald und seit einem Jahr alleine für die Käserei verantwortlich.

Wie siehst du die Zukunft des Käsemacherhandwerks?

Die Tendenz geht zunehmend in Richtung pasteurisierter Milch. Ich bevorzuge jedoch Rohmilchkäse, da der geschmacklich oft besser ist, obwohl das natürlich Geschmackssache ist. Der Trend entwickelt sich dahin, dass man den Geschmack der Milch exakt kontrollieren möchte. Früher ließ man die Milch einfach stehen, und dann war da halt was drinnen. Aber so konnte sich der Käse selbst entwickeln. Das Ergebnis konnte jedes Mal variieren, und die Leute waren daran gewöhnt, dass der Geschmack unterschiedlich sein konnte.