Der Modistin, Bärbel Wolfes-Maduka

Wie bist du Modistin geworden?

Ursprünglich wollte ich Modistin werden, doch nach einem Praktikum riet mir die Modistin, bei der ich arbeitete, von diesem Beruf ab und empfahl mir stattdessen, Kürschnerin zu werden, da man dort besser verdienen könnte. Trotz dieses Ratschlags entschied ich mich gegen die Kürschnerausbildung, weil mir die Arbeit als Modistin facettenreicher und spaßiger erschien. 

Wie hat sich dein Beruf über die Jahre verändert?

Die Modebranche und speziell mein Berufsfeld haben sich im Laufe der Jahre stark verändert. Der Einzelhandel leidet unter der Digitalisierung und dem Internet, was es schwieriger macht, Kunden zu gewinnen. Dennoch gibt es eine Nachfrage nach individuell gestalteten Produkten, und ich finde es spannend, dass Kunden zunehmend eine persönliche Note suchen. Auch wenn der Beruf ein „Orchideenfach“ ist, glaube ich, dass er bestehen bleibt, da es immer Nischen und Spezialisten geben wird. Ein bedeutender Moment war der Einbruch in den Jahren um 2000, als die Kürschnerbranche durch eine Kampagne stark angegriffen wurde. Dies führte zu finanziellen und psychischen Problemen in der Branche. Rückblickend bin ich froh, keine Kürschnerausbildung gemacht zu haben, da die Umsatzzahlen in diesem Jahr stark sanken und dieser Einbruch die Branche auch nachhaltig beeinflusste.

Wie siehst du die Zukunft des Hutmacherhandwerks?

Die Zukunft des Berufs sieht etwas unsicher aus, da es sich um einen spezialisierten Beruf handelt, der als aussterbend gilt. Dennoch glaube ich, dass es immer noch Nischen geben wird, in denen solche Berufe weiterexistieren können. Die digitale Entwicklung und der allgemeine Rückgang des Einzelhandels stellen Herausforderungen dar, aber es gibt auch Chancen, wenn man sich als kleiner, spezialisierter Laden positioniert.

Der Beruf der Modistin, früher als Putzmacherin bekannt, ist in Deutschland ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. ModistInnen zeichnen sich durch ihre große Fingerfertigkeit und Erfahrung bei der Herstellung und Bearbeitung von Hüten und Kopfbedeckungen aus. Der Beruf umfasst Schneidern, Nähen und Sticken und erfordert präzise Handarbeit mit verschiedenen Werkzeugen, Stoffen und Garnen. Besonders am Niederrhein war das Schneiderhandwerk und später die Textilindustrie stark vertreten, wo Frauen oft für das Nähen und Sticken verantwortlich waren.

Die Globalisierung hat den Beruf der Modistin erheblich verändert. Globale Lieferketten haben dazu geführt, dass viele Produktionsprozesse in Länder mit niedrigeren Fertigungskosten verlagert wurden, was zu einem deutlichen Rückgang des Berufs in Deutschland geführt hat. Maschinen haben viele handwerkliche Tätigkeiten ersetzt, und die einst mühsame manuelle Verarbeitung wurde weitgehend durch industrielle Prozesse abgelöst. Dies hat nicht nur die Arbeitsweise verändert, sondern auch die Verfügbarkeit und Qualität von handgefertigten Produkten beeinflusst, wodurch traditionelle, handgefertigte Hüte immer seltener werden.

Der Hutsalon, 1967 von Erika Kersting in Witten an der Ruhr gegründet, war ursprünglich unter dem Namen „Hutsalon Erika“ bekannt. Nach ihrem Ruhestand im Jahr 1996 übernahm Bärbel Wolfes-Maduka das Geschäft, renovierte es 1997 und änderte 2006 den Namen in „Der Hutsalon“. Trotz moderner Entwicklungen werden die Hüte in diesem Traditionsgeschäft nach wie vor in reiner Handarbeit gefertigt, wobei die Bügeleisen heute elektrisch beheizt werden.

Der Modistin, Bärbel Wolfes-Maduka

Wie bist du Modistin geworden?

Ursprünglich wollte ich Modistin werden, doch nach einem Praktikum riet mir die Modistin, bei der ich arbeitete, von diesem Beruf ab und empfahl mir stattdessen, Kürschnerin zu werden, da man dort besser verdienen könnte. Trotz dieses Ratschlags entschied ich mich gegen die Kürschnerausbildung, weil mir die Arbeit als Modistin facettenreicher und spaßiger erschien. 

Wie hat sich dein Beruf über die Jahre verändert?

Die Modebranche und speziell mein Berufsfeld haben sich im Laufe der Jahre stark verändert. Der Einzelhandel leidet unter der Digitalisierung und dem Internet, was es schwieriger macht, Kunden zu gewinnen. Dennoch gibt es eine Nachfrage nach individuell gestalteten Produkten, und ich finde es spannend, dass Kunden zunehmend eine persönliche Note suchen. Auch wenn der Beruf ein „Orchideenfach“ ist, glaube ich, dass er bestehen bleibt, da es immer Nischen und Spezialisten geben wird. Ein bedeutender Moment war der Einbruch in den Jahren um 2000, als die Kürschnerbranche durch eine Kampagne stark angegriffen wurde. Dies führte zu finanziellen und psychischen Problemen in der Branche. Rückblickend bin ich froh, keine Kürschnerausbildung gemacht zu haben, da die Umsatzzahlen in diesem Jahr stark sanken und dieser Einbruch die Branche auch nachhaltig beeinflusste.

Wie siehst du die Zukunft des Hutmacherhandwerks?

Die Zukunft des Berufs sieht etwas unsicher aus, da es sich um einen spezialisierten Beruf handelt, der als aussterbend gilt. Dennoch glaube ich, dass es immer noch Nischen geben wird, in denen solche Berufe weiterexistieren können. Die digitale Entwicklung und der allgemeine Rückgang des Einzelhandels stellen Herausforderungen dar, aber es gibt auch Chancen, wenn man sich als kleiner, spezialisierter Laden positioniert.

Der Beruf der Modistin, früher als Putzmacherin bekannt, ist in Deutschland ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. ModistInnen zeichnen sich durch ihre große Fingerfertigkeit und Erfahrung bei der Herstellung und Bearbeitung von Hüten und Kopfbedeckungen aus. Der Beruf umfasst Schneidern, Nähen und Sticken und erfordert präzise Handarbeit mit verschiedenen Werkzeugen, Stoffen und Garnen. Besonders am Niederrhein war das Schneiderhandwerk und später die Textilindustrie stark vertreten, wo Frauen oft für das Nähen und Sticken verantwortlich waren.

Die Globalisierung hat den Beruf der Modistin erheblich verändert. Globale Lieferketten haben dazu geführt, dass viele Produktionsprozesse in Länder mit niedrigeren Fertigungskosten verlagert wurden, was zu einem deutlichen Rückgang des Berufs in Deutschland geführt hat. Maschinen haben viele handwerkliche Tätigkeiten ersetzt, und die einst mühsame manuelle Verarbeitung wurde weitgehend durch industrielle Prozesse abgelöst. Dies hat nicht nur die Arbeitsweise verändert, sondern auch die Verfügbarkeit und Qualität von handgefertigten Produkten beeinflusst, wodurch traditionelle, handgefertigte Hüte immer seltener werden.

Der Hutsalon, 1967 von Erika Kersting in Witten an der Ruhr gegründet, war ursprünglich unter dem Namen „Hutsalon Erika“ bekannt. Nach ihrem Ruhestand im Jahr 1996 übernahm Bärbel Wolfes-Maduka das Geschäft, renovierte es 1997 und änderte 2006 den Namen in „Der Hutsalon“. Trotz moderner Entwicklungen werden die Hüte in diesem Traditionsgeschäft nach wie vor in reiner Handarbeit gefertigt, wobei die Bügeleisen heute elektrisch beheizt werden.