Die Puppenbauerin, Judith Mähler

Wie bist du Puppenbauerin geworden?

Nach meinem Studium in Kostüm- und Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, das nach dem Bauhausprinzip mehrere Fachrichtungen umfasste, entdeckte ich meine Leidenschaft für die Gestaltung von Theaterfiguren. Besonders die bildhauerische Arbeit faszinierte mich. Während des Studiums kam ich in Kontakt mit Puppenspielern und arbeitete im Rahmen meiner Diplominszenierung in Weimar als Kostümbildnerin am Theater. Die Zusammenarbeit mit Puppenbauern beeindruckte mich besonders, vor allem ihr Umgang mit den Materialien. 2003 habe ich mich auf Puppenbau spezialisiert und arbeite seitdem freiberuflich.

Wie hat sich dein Beruf über die Jahre verändert?

Über die Jahre habe ich gemerkt, dass sich mein Beruf immer wieder verändert, besonders in Bezug auf finanzielle Mittel. Kulturelle Gelder werden oft gekürzt, was sich direkt auf Projekte auswirkt. Puppenbau wird häufig als Extra gesehen – viele Produktionen sind geplant, aber ob dann noch Budget für Puppen vorhanden ist, steht oft erst später fest. Das bringt natürlich Herausforderungen mit sich, weil der Puppenbau oft hintenansteht. Dennoch gibt es immer wieder spannende Projekte, und ich habe gelernt, flexibel auf die Veränderungen im Kultursektor zu reagieren.

Wie siehst du die Zukunft des Puppenbauerhandwerks?

Wir sind natürlich immer abhängig von den Theatern und den Aufträgen, die reinkommen. Wenn man auf die Corona Jahre zurückblickt, war es wirklich eine harte Zeit. Ich hatte allerdings Glück. Ich war eine der wenigen, die während dieser Zeit viel zu tun hatten, während es bei vielen in meinem Bereich zu starken Einbrüchen kam. Ich hatte bereits vor der Pandemie einige Aufträge von größeren Bühnen, die mich finanziell abgesichert haben. Diese Bühnen haben weiterhin produziert, auch wenn die Stücke zunächst nicht aufgeführt werden konnten.

Die Berufswelt der Puppenbauerin verbindet handwerkliches Können mit kreativer Gestaltung und hat eine tief verwurzelte Tradition. Diese kulturelle Bedeutung des Puppentheaters wird von der UNESCO anerkannt, und das Kasperltheater in Deutschland ist als immaterielles Weltkulturerbe eingetragen. In Österreich ist die Spielpraxis des Salzburger Marionettentheaters als Form des Puppen- und Figurentheaters zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe ernannt worden.

Der Beruf des Puppenbauers blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins 15. Jahrhundert reicht. Damals gewann die gewerbliche Puppenherstellung an Bedeutung, und Städte wie Nürnberg und Sonneberg wurden zu wichtigen Zentren für Puppenmacher. Die industrielle Massenproduktion im 19. Jahrhundert führte jedoch dazu, dass das traditionelle Handwerk der Puppenbauer zunehmend in den Hintergrund trat. Heute konzentriert sich das Puppenbauhandwerk hauptsächlich auf die Herstellung von Marionetten und Puppen für Theaterproduktionen.

Judith Mähler ist eine zeitgenössische Puppenbauerin, die Kostüm- und Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee studiert hat. Während ihres Studiums entwickelte sie eine Leidenschaft für die Gestaltung von Theaterfiguren. Seit 2003 arbeitet Mähler freiberuflich als Puppenbauerin und Bühnenbildnerin und fertigt neben Kostümen und Masken auch Puppen und Marionetten für Theaterproduktionen an.

Die Puppenbauerin, Judith Mähler

Wie bist du Puppenbauerin geworden?

Nach meinem Studium in Kostüm- und Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, das nach dem Bauhausprinzip mehrere Fachrichtungen umfasste, entdeckte ich meine Leidenschaft für die Gestaltung von Theaterfiguren. Besonders die bildhauerische Arbeit faszinierte mich. Während des Studiums kam ich in Kontakt mit Puppenspielern und arbeitete im Rahmen meiner Diplominszenierung in Weimar als Kostümbildnerin am Theater. Die Zusammenarbeit mit Puppenbauern beeindruckte mich besonders, vor allem ihr Umgang mit den Materialien. 2003 habe ich mich auf Puppenbau spezialisiert und arbeite seitdem freiberuflich.

Wie hat sich dein Beruf über die Jahre verändert?

Über die Jahre habe ich gemerkt, dass sich mein Beruf immer wieder verändert, besonders in Bezug auf finanzielle Mittel. Kulturelle Gelder werden oft gekürzt, was sich direkt auf Projekte auswirkt. Puppenbau wird häufig als Extra gesehen – viele Produktionen sind geplant, aber ob dann noch Budget für Puppen vorhanden ist, steht oft erst später fest. Das bringt natürlich Herausforderungen mit sich, weil der Puppenbau oft hintenansteht. Dennoch gibt es immer wieder spannende Projekte, und ich habe gelernt, flexibel auf die Veränderungen im Kultursektor zu reagieren.

Wie siehst du die Zukunft des Puppenbauerhandwerks?

Wir sind natürlich immer abhängig von den Theatern und den Aufträgen, die reinkommen. Wenn man auf die Corona Jahre zurückblickt, war es wirklich eine harte Zeit. Ich hatte allerdings Glück. Ich war eine der wenigen, die während dieser Zeit viel zu tun hatten, während es bei vielen in meinem Bereich zu starken Einbrüchen kam. Ich hatte bereits vor der Pandemie einige Aufträge von größeren Bühnen, die mich finanziell abgesichert haben. Diese Bühnen haben weiterhin produziert, auch wenn die Stücke zunächst nicht aufgeführt werden konnten.

Die Berufswelt der Puppenbauerin verbindet handwerkliches Können mit kreativer Gestaltung und hat eine tief verwurzelte Tradition. Diese kulturelle Bedeutung des Puppentheaters wird von der UNESCO anerkannt, und das Kasperltheater in Deutschland ist als immaterielles Weltkulturerbe eingetragen. In Österreich ist die Spielpraxis des Salzburger Marionettentheaters als Form des Puppen- und Figurentheaters zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe ernannt worden.

Der Beruf des Puppenbauers blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins 15. Jahrhundert reicht. Damals gewann die gewerbliche Puppenherstellung an Bedeutung, und Städte wie Nürnberg und Sonneberg wurden zu wichtigen Zentren für Puppenmacher. Die industrielle Massenproduktion im 19. Jahrhundert führte jedoch dazu, dass das traditionelle Handwerk der Puppenbauer zunehmend in den Hintergrund trat. Heute konzentriert sich das Puppenbauhandwerk hauptsächlich auf die Herstellung von Marionetten und Puppen für Theaterproduktionen.

Judith Mähler ist eine zeitgenössische Puppenbauerin, die Kostüm- und Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee studiert hat. Während ihres Studiums entwickelte sie eine Leidenschaft für die Gestaltung von Theaterfiguren. Seit 2003 arbeitet Mähler freiberuflich als Puppenbauerin und Bühnenbildnerin und fertigt neben Kostümen und Masken auch Puppen und Marionetten für Theaterproduktionen an.